Baugeschichte

Baugeschichte

Im März 1801 kaufte Israel Jacobson vom Bier- und Branntwein Inspektor Friedrich Leopold Meyer ein Budenhaus mit Hintergebäuden, Garten, Bäumen und Gerechtigkeiten an der damaligen Junkernstraße (1)

Am 3.7.1801 genehmigte Herzog Karl Wilhelm Ferdinand den Betrieb einer Schule für arme Juden-Kinder in dem umgebauten Haus.

Trotz mehrerer Einsprüche des Seesener Magistrats begann im September 1801 der Schulbetrieb, im Oktober bezogen die ersten Internatsschüler die Schlafräume.

1808 vergrößerte ein Anbau das Schulgebäude, 1838 – 39 blieb die Schule wegen umfangreicher Umbauten geschlossen.

Nach 1847 wurde ein als Schlafsaal genutzter Flügel angebaut.

Ab 1862 wurden die Schulräume neu gestaltet: Bänke ersetzten die stufenförmige Anordnung. Die Zöglinge erhielten ein „Wohnzimmer“ als Aufenthaltsraum, da zuvor nur Klassenräume zur Verfügung gestanden hatten.

Nach der staatlichen Anerkennung als Realschule 1870 stiegen die Schülerzahlen, so daß Neubauten notwendig wurden.

1901-Postkarte-Schule1889

In den Jahren von 1889 bis 1899 veränderten weitere Um- und Neubauten das Gesicht der Schule. Das Alumnat wurde als Schülerwohnheim mit Klassenzimmern, Anbau und Wandelhalle neu errichtet, an der  Stelle des abgerissenen Internats wurde ein Garten angelegt. 1898 erhielt der Direktor ein neues Wohnhaus, das mit dem Schulgebäude durch einen Gang über dem Eingangsportal verbunden war. Eine Turnhalle ersetzte den alten Turnsaal und das alte Wasch- und Badehaus; Ein Gebäude mit drei Krankenzimmern, einer Waschküche und Wirtschaftsräumen vervollständigte 1900 die Anlage.

1889-Alumnat01-Grundrisse-EG

1872 /73 wurden die alten Gebäude teilweise abgebrochen und das Schulgebäude an der Jacobsonstraße errichtet.

Mit der Verstaatlichung der Schule am 15.12.1921 gingen Grundstücke und Gebäude in den Besitz des braunschweigischen Landesfiskus über. Durch das neue Schulverwaltungsgesetz fiel der Grundbesitz 1954 an den Landkreis Gandersheim.

Im August 1972 zogen die Schüler in das Schulzentrum in der St.- Annen – Straße um. 1975 kaufte die Stadt Seesen die Gebäude. Am 7.4.1975 begann der Abriß, nur das ehemalige Alumnat blieb bestehen.