Jacobson-Haus im Wandel der Zeit

Das heutige Jacobson-Haus wurde 1889 errichtet. Wachsende Schülerzahlen machten immer wieder die Erweiterung der Jacobsonschule notwendig. So entstand das Alumnat als Schülerwohnheim mit Klassenzimmern, Anbau und Wandelhalle. Die hohen Decken und die vielen kleineren Räume in den oberen Etagen lassen auch heute noch die ursprüngliche Aufgabe des Gebäudes erahnen.

Die ursprüngliche Jacobsonschule war ein Budenhaus mit Hintergebäuden, Garten und Bäumen des Bier- und Branntwein Inspektors Friedrich Leopold Meyer. Als Internat betrieben, wurde es stetig erweitert, so beispielsweise 1847 mit einem Anbau eines Schlafsaals. Weitere Gebäude entstanden, darunter ein Wohnhaus für den Direktor und eine Sporthalle. 1900 wurde die Anlage durch Waschküche und Wirtschaftsräumen vervollständigt.

Im Innenhof des Schulgeländes stand von 1810 bis 1938 eine Synagoge, der so genannte Jacobstempel.

Im Laufe der Jahre wurden immer wieder Gebäude erweitert, verändert oder letztendlich abgerissen. So ist nur noch das Jacobson-Haus, das ehemalige Alumnat, als Teil des einstigen Schulensembles übrig. Nachdem 1972 die Schüler in das Schulzentrum in der St. Annenstraße umzogen, kaufte die Stadt Seesen 1975 die noch vorhandenen Schulgebäude und ließ bis auf das Alumnat alle Gebäude abreißen.

In den Folgejahren wurde das Gebäude als Bürgerhaus genutzt. Ratssitzungen finden hier statt und verschiedene Seesener Vereine, die Stadtbibliothek und das Stadtmarketing sind hier ansässig. Mit der Wandlung zu einem Ort der Begegnung, zu einem sozio-kulturellem Zentrum, soll das Bürgerhaus vielfältiger genutzt werden und zudem für mehr Gemeinschaft für alle sorgen. Im Zuge des TRAFO Modellprojektes erfolgt im Rahmen der Jacobson-Tage 2018 die offizielle Umbenennung in Jacobson-Haus.

Informationen zu den Baumaßnahmen und dem Baufortschritt im Rahmen der Wandlung des Hauses finden Sie -> hier.